Kinderrechte werden in unserer Gesellschaft nach wie vor zu wenig wahrgenommen. Wird von ihnen gesprochen, werden sie vor allem im Kontext der Verantwortung der Erwachsenen für Kinder wahrgenommen und interpretiert. Viel zu wenig wird darüber reflektiert, wie Kinder ihre Rechte wahrnehmen können bzw. was getan werden muss, um sie zu befähigen, ihre Rechte wahrnehmen zu können. Kinderrechte als Teil der Menschenrechte müssen als „Work in Progress“ verstanden werden und Ziel muss es sein, dass sie unter aktiver Beteiligung der Kinder weiterentwickelt werden. 

Das ist auch der Fokus dieser Lehrveranstaltung, die im Rahmen des Sparkling Science Projekts „JeKi – Jugendliche erforschen Kinderrechte“ durchgeführt wird. Ziel ist es, herauszufinden, wie Kinder und Jugendliche ihre Rechte im urbanen Raum wahrnehmen bzw. wie ihre Idealvorstellungen einer kindgerechten Stadt aussehen.
In der Lehrveranstaltung werden die Studierenden unter Leitung der Lehrenden Zukunftswerkstätten mit Kindern und Jugendlichen zum Thema „KindgeRECHTE Stadt“ konzipieren, durchführen, evaluieren und dokumentieren. Die Ergebnisse werden am Ende des Semesters den zuständigen Entscheidungsträgern präsentiert. Die Studierenden erhalten theoretische Inputs zu den Themenschwerpunkten Zukunft, Menschenrechte, Kinderrechte, Partizipation und werden mit unterschiedlichen Konzepten und Methoden von Zukunftswerkstätten bzw. Futures Workshops vertraut gemacht. 
Ziel der Lehrveranstaltung auf einer übergeordneten Ebene ist es, die Verknüpfung der Kinderrechte zu den Menschenrechten sichtbar zu machen und die Relevanz der Auseinandersetzung mit diesen Themen für die Entwicklung reifer Demokratien zu verdeutlichen.

Die Zukunftswerkstatt wird mit schulischen Partner (u.a. BRG Feldkirchen) durchgeführt. Um die SchülerInnen auf das Thema vorzubereiten, werden in der LV Unterrichtseinheiten konzipiert und auf freiwilliger Basis am Schulstandort abgehalten.